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PV Planungssoftware 2026: 7 Tools im Vergleich für Solarteure

7 PV-Planungstools im Vergleich: Preise von 0 bis 999 €, 3D-Verschattung, Speicher, Angebot und Netzanmeldung. Stand Oktober 2026, für Solarteure.

Das Wichtigste in Kürze

  • 2025 kamen in Deutschland 16,4 GW Solarleistung hinzu, knapp die Hälfte davon auf Gebäuden (Bundesnetzagentur, 2026).
  • Kostenlos planst du mit SMA Sunny Design, SolarEdge Designer und OpenSolar. PV*SOL premium kostet 845 € pro Jahr.
  • Speicher, Einspeisebegrenzung und Netzanmeldung gehören 2026 in jede Planung.
  • Reonic und autarc verbinden Planung, Angebot und Netzanmeldung in einem System.

Im ersten Halbjahr 2026 gingen in Deutschland rund 7,4 GW Solarleistung ans Netz, nach rund 6,8 GW im Vorjahreszeitraum (pv magazine, 2026). Für Solarteure heißt das mehr Anfragen, mehr Angebote und mehr Papierkram pro Projekt.

Welche PV Planungssoftware du nutzt, entscheidet, wie viel davon am Schreibtisch hängen bleibt. Wir haben sieben Tools verglichen, die für Dachanlagen in Deutschland relevant sind. Alle Preise und Funktionen stammen von den offiziellen Produkt- und Preisseiten der Anbieter, geprüft am 5. Oktober 2026.

Reonic ist unser eigenes Produkt. Wir ordnen es nach denselben Kriterien ein wie die anderen Tools und nennen auch seine Grenzen.

Worauf kommt es bei PV Planungssoftware 2026 an?

Gute PV Planungssoftware löst 2026 vier Aufgaben: Dach und Verschattung in 3D erfassen, den Speicher mitplanen, die Einspeisebegrenzung abbilden und die Netzanmeldung vorbereiten. Der Speicher ist dabei längst Standard, denn rund 80 % der neuen Heim-PV-Anlagen werden laut BSW-Solar mit Batteriespeicher installiert (BSW-Solar, 2026).

Diese vier Kriterien haben wir an jedes Tool angelegt:

  • 3D-Erfassung und Verschattung: Gauben, Kamine und Nachbargebäude drücken den Ertrag ganzer Strings. Wie stark, zeigt unser Beitrag zur Photovoltaik-Verschattung.
  • Speicher und Einspeisebegrenzung: Neuanlagen bis 25 kW ohne intelligentes Messsystem und Steuerungseinrichtung müssen ihre Einspeisung nach dem Solarspitzengesetz auf 60 % begrenzen (pv magazine, 2025). Details findest du in unserem Beitrag zum Solarspitzengesetz.
  • Der Weg vom Plan zum Angebot: Je öfter du Daten zwischen Programmen abtippst, desto mehr Fehler entstehen im Angebot.
  • Netzanmeldung: Am Monitoring der Bundesnetzagentur 2025 haben sich 819 Verteilnetzbetreiber beteiligt, jeder mit eigenen Formularen und Rückfragen (Bundesnetzagentur, 2026).

Dazu kommt der Fachkräftemangel, denn in der Bauelektrik fehlten 2025 rechnerisch 16.270 Fachkräfte (IW/KOFA, 2026). Jede Stunde, die eine Software im Büro einspart, steht deinem Team auf der Baustelle zur Verfügung.

Welche All-in-One-Lösungen verbinden Planung und Vertrieb?

All-in-One-Lösungen bündeln 3D-Planung, Angebot, Kundenverwaltung und teils die Netzanmeldung in einem System. Die Grundlage dafür ist im Handwerk vorhanden: 2025 nutzten 56 % der Betriebe Cloud-Anwendungen, Künstliche Intelligenz setzten dagegen erst 4 % ein (Bitkom, 2025). Drei Anbieter stechen für Solarteure heraus.

1. Reonic: Von der Stromrechnung bis zur Netzanmeldung

Reonic verbindet die 3D-Planung direkt mit Angebot, Schaltplan und Netzanmeldung. Dieselben Projektdaten laufen so durch den ganzen Ablauf, statt in drei Programmen neu zu entstehen.

Das Dach entsteht aus Google-Solar-Luftbildern, einem Drohnenmodell, einem hochgeladenen Plan oder von Hand. Wie das Drohnenmodell entsteht, beschreibt unser Beitrag zur Photogrammetrie für Solarteure. Eine Gebäude-KI ergänzt Nachbargebäude und Bäume, damit sie in der Simulation Schatten werfen.

Die automatische Vollbelegung trifft typischerweise 80 bis 90 % der endgültigen Modulbelegung, ein KI-Optimierer testet pro Dachseite weitere Varianten (Reonic Hilfecenter, 2026). Den Verbrauch liest eine KI direkt aus der hochgeladenen Stromrechnung aus.

Aus der Planung erzeugt Reonic das einpolige Schaltbild als PDF, das du für den Übersichtsschaltplan brauchst, und das Angebot mit digitaler Unterschrift. Die Netzanmeldung übernimmt Reonic in Deutschland als kostenpflichtigen Service, inklusive der Rückfragen des Netzbetreibers.

Best für: Betriebe mit vielen Privatkundenprojekten, die Planung, Vertrieb und Anmeldung nicht auf mehrere Tools verteilen wollen.

Grenzen: Schaltplan und Netzanmeldungs-Service gelten für Privatkundenprojekte. Bei Gewerbeangeboten ist der 3D-Editor pro Variante zuschaltbar und standardmäßig aus.

Preis: auf Anfrage, eine öffentliche Preisliste gibt es nicht.

2. autarc: KI-Plattform mit offenen Preisen

autarc beschreibt sich als „KI-Software für Energieinstallateure“ und deckt wie Reonic Planung, Angebot und Kundenverwaltung ab. Die Software des 2023 gegründeten Berliner Unternehmens läuft auf Desktop, Tablet oder Smartphone.

Für PV gibt es eine 3D-Dachaufnahme per Photogrammetrie, Modulbelegung, Verschattungsanalyse und Ertragssimulation. Dazu kommen Kundenportal, Rechnungen, Finanzierung und Wärmepumpenplanung mit Heizlast und hydraulischem Abgleich. Die Netzanmeldung bietet autarc ebenfalls als Service an. Für LiDAR-Scans brauchst du ein Apple-Gerät der Pro-Serie.

Best für: kleinere Betriebe, die mit überschaubarem Projektvolumen starten und den Preis vorab kennen wollen.

Preis: PV-Planung in 2D und 3D beginnt im Pro-Tarif für 69 € pro Monat mit drei PV-Projekten pro Monat. Unbegrenzte PV-Projekte gibt es im Premium-Tarif für 139 € pro Monat, dazu einmalig 290 € Einrichtung bei zwölf Monaten Laufzeit (autarc, 2026).

Wer regelmäßig mehr als drei PV-Projekte im Monat plant, landet also schnell im Premium-Tarif.

3. OpenSolar: Kostenlos durch Partnerfinanzierung

OpenSolar ist für Solarteure kostenlos, weil Hersteller, Finanzierer und Großhändler als Partner für die Plattform bezahlen (OpenSolar, 2026). Kostenpflichtig sind nur Zusatzleistungen wie Enterprise-Services oder die API, das Planen und Anbieten selbst bleibt frei.

Die webbasierte Plattform bietet automatisches Design, Luftbilder, einpolige Schaltbilder, ein Angebotstool mit E-Signatur und ein Projektmanagement-CRM. Damit deckt OpenSolar einen großen Teil des Vertriebsablaufs ohne Lizenzkosten ab.

Best für: Betriebe, die Angebote ohne laufende Lizenzkosten erstellen wollen.

Worauf du achten solltest: Ob deutsche Netzbetreiberformulare und Förderprozesse abgebildet sind, haben wir auf der Anbieterseite nicht gefunden. Prüfe das vor dem Umstieg an einem echten Projekt.

Welche Tools eignen sich für detaillierte Ertragssimulation?

Für detaillierte Ertragsprognosen mit Speicher und Verschattung sind Simulationsprogramme wie PV*SOL premium und der Hottgenroth PV-Planer gebaut. Der Bedarf wächst mit dem Speichermarkt: 2025 wurden in Deutschland rund 560.000 neue Heimspeicher installiert, insgesamt sind es 2,35 Millionen (BSW-Solar, 2026).

4. PV*SOL premium: Simulation mit 3D-Verschattung

PV*SOL premium von Valentin Software ist das Werkzeug für alle, die Verschattung und Ertrag bis ins Detail simulieren wollen. Die Windows-Software rechnet 3D-Verschattungsanalysen für bis zu 7.500 Module und nutzt Wetterdaten aus Meteonorm, PVGIS, Solcast oder SolarAnywhere.

Module, Strings und Wechselrichter legst du automatisch oder manuell aus. Speicher in AC- oder DC-Kopplung und Ladepunkte sind integriert. Projektberichte gibt es in 24 Sprachen, inklusive einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über 20 Jahre.

Best für: Planungsbüros und Betriebe, die ihren Kunden belastbare Ertragsprognosen liefern müssen.

Grenzen: CRM, Angebotsversand oder Netzanmeldung führt Valentin Software für PV*SOL nicht auf. Dafür brauchst du ein zweites System.

Preis: Die Mietlizenz kostet 845 € pro Jahr zzgl. MwSt., eine 30-Tage-Testversion ist verfügbar (Valentin Software, 2026).

5. Hottgenroth PV-Planer: Für Büros mit Normfokus

Der PV-Planer von Hottgenroth berechnet den Energieertrag nach DIN V 18599-9 und die Wirtschaftlichkeit nach VDI 2067. Damit passt er zu Betrieben, die ohnehin mit Normberechnungen arbeiten.

Zum Funktionsumfang gehören eine visuelle Verschattungssimulation, eine stündliche Ertragssimulation, ein automatischer Verschaltungsplan und Batteriespeicher. Ein 3D-Gebäudemodell und das integrierte HottCAD helfen bei der Dacherfassung.

Best für: Betriebe und Energieberater, die Normberechnungen nach DIN V 18599 bereits im Alltag nutzen.

Grenzen: Angebotserstellung, CRM oder Netzanmeldung nennt die Produktseite nicht.

Preis: Die Vollversion kostet 999 € zzgl. MwSt. (Hottgenroth, 2026).

Was leisten die kostenlosen Herstellertools?

Die Planungstools von SMA und SolarEdge kosten nichts und stammen direkt von den Wechselrichterherstellern. Das passt zum Markt: 2025 gingen laut BSW-Solar rund 453.800 neue Dachanlagen bis 30 kW im Heimsegment in Betrieb (Schwäbische Zeitung/dpa, 2026). Für viele dieser Standardprojekte reicht ein Herstellertool zur technischen Auslegung.

6. SMA Sunny Design: Kostenlos im Browser

Sunny Design läuft im Webbrowser, auf dem iPad oder auf Android-Tablets und ist kostenfrei nutzbar. Du planst das Dach visuell inklusive Verschattungsanalyse und erhältst eine Ertragsprognose mit automatischer Stringauslegung.

Speicher, E-Mobilität und eine Projektdokumentation sind integriert, alle gängigen PV-Module sind auswählbar. Für erweiterte Funktionen gibt es Sunny Design PRO.

Best für: Betriebe, die mit SMA-Technik arbeiten und schnell eine saubere technische Auslegung brauchen.

Preis: kostenlos, Sunny Design PRO kostet 600 € netto pro Jahr (SMA, 2026).

7. SolarEdge Designer: Für SolarEdge-Systeme

SolarEdge Designer ist ohne Lizenz- oder Abonnementgebühren nutzbar und prüft Projekte gegen die aktuellen SolarEdge-Auslegungsregeln. Eine KI-gestützte 3D-Modellierung erfasst das Dach, dazu kommen Einstrahlungs- und Verschattungsanalyse sowie Stringauslegung.

Auch Batterie- und Backup-Planung, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse und Verkaufsangebote sind möglich. Damit geht das Tool weiter als eine reine Auslegungshilfe.

Best für: Betriebe, die überwiegend SolarEdge-Wechselrichter und -Optimierer verbauen.

Preis: kostenlos nach Registrierung (SolarEdge, 2026).

Was kostet PV Planungssoftware im Vergleich?

Die Lizenzpreise reichen von 0 € bei SolarEdge Designer, Sunny Design und OpenSolar bis 999 € für die Vollversion des Hottgenroth PV-Planers. Wichtiger als der Preis ist, wie viele Schritte nach der Planung noch in anderen Programmen stattfinden. Viele Vergleiche im Netz sind älter als ein Jahr, unsere Angaben haben wir am 5. Oktober 2026 auf den Anbieterseiten geprüft.

ToolEinsatzPreis3D und VerschattungSpeicherAngebot oder CRMNetzanmeldung
ReonicWeb-Portal und Appauf Anfrageja, mit Gebäude-KIjajaService (DE, Privatkunden)
autarcDesktop, Tablet, SmartphonePV ab 69 € pro Monatja–jaService
OpenSolarWebkostenlosautomatisches Design–ja–
PV*SOL premiumWindows-Desktop845 € pro Jahr zzgl. MwSt.ja, bis 7.500 ModulejaProjektbericht–
Hottgenroth PV-PlanerSoftware999 € zzgl. MwSt.jaja––
SMA Sunny DesignWeb, iPad, Androidkostenlos, PRO 600 € pro JahrjajaProjektdokumentation–
SolarEdge DesignerWebkostenlosja, KI-gestütztjaVerkaufsangebote–

Ein Strich bedeutet: Auf der geprüften Anbieterseite nicht ausgewiesen. Das heißt nicht zwingend, dass die Funktion fehlt, sondern dass wir sie nicht belegen konnten.

Welche Software passt zu welchem Betrieb?

Die passende Software hängt davon ab, wo in deinem Betrieb die meiste Zeit verloren geht. Mit 16.270 fehlenden Fachkräften ist die Lücke in der Bauelektrik besonders groß (IW/KOFA, 2026). Deshalb zählt jede Bürostunde, die eine Software einspart, und die Frage lautet weniger „welches Tool kann am meisten“ als „wo verliert mein Team Zeit“.

  • Viele Privatkundenprojekte, wenig Büropersonal: Ein All-in-One-System wie Reonic oder autarc spart die meisten Übergaben zwischen Planung, Angebot und Anmeldung.
  • Hoher Anspruch an Ertragsprognosen: PV*SOL premium oder der Hottgenroth PV-Planer liefern die tiefste Simulation. Für Angebot und Kundenverwaltung brauchst du dann ein zweites Tool.
  • Ein Wechselrichterhersteller im Sortiment: Sunny Design oder SolarEdge Designer decken die technische Auslegung ohne Lizenzkosten ab.
  • Kein Budget für Lizenzen, aber Bedarf an Angeboten: OpenSolar verbindet Design und Angebot kostenlos.

So testest du zwei Tools an einem echten Projekt

Funktionslisten sagen wenig darüber, wie flüssig ein Tool im Alltag läuft. Nimm deshalb ein abgeschlossenes Kundenprojekt, dessen Ergebnis du kennst, und spiele es in beiden Testversionen komplett durch:

  1. Verbrauch erfassen: Lade die echte Stromrechnung hoch oder trage den Jahresverbrauch ein und prüfe, wie viele Felder du von Hand nachtragen musst.
  2. Dach und Umgebung aufnehmen: Vergleiche die Dachmaße mit deinem Aufmaß und achte darauf, ob Gauben, Kamine und Nachbargebäude im Modell auftauchen.
  3. Speicher und 60-%-Regel simulieren: Rechne dieselbe Anlage einmal mit und einmal ohne Speicher, jeweils mit Einspeisebegrenzung.
  4. Angebot und Unterlagen erzeugen: Zähle, wie oft du Daten in ein anderes Programm übertragen musst, bis Angebot und Übersichtsschaltplan fertig sind.

Liegen die Ergebnisse nah an deinem tatsächlichen Projekt und brauchst du dafür die wenigsten Wechsel, hast du deinen Favoriten gefunden.

Planst du überwiegend Freiflächen, gelten andere Anforderungen an Fläche, Genehmigung und Netzanschluss. Den Ablauf beschreibt unser Leitfaden PV-Freiflächenanlage planen.

Wie haben wir die Tools ausgewählt und bewertet?

Wir haben sieben Tools ausgewählt, die für Dachanlagen in Deutschland relevant sind, und ihre offiziellen Produkt- und Preisseiten am 5. Oktober 2026 geprüft. Bewertet haben wir die vier Kriterien aus dem ersten Abschnitt: 3D und Verschattung, Speicher und Einspeisebegrenzung, den Weg zum Angebot sowie die Netzanmeldung.

Funktionen haben wir nur aufgenommen, wenn der Anbieter sie selbst ausweist. Wo eine Seite keine Angabe macht, steht in der Tabelle ein Strich statt einer Vermutung. Wie sich die Wirtschaftlichkeit für deine Kunden rechnet, hängt zusätzlich von der Einspeisevergütung 2026 ab.

Reonic ist unser eigenes Produkt. Für Reonic stützen wir uns auf das öffentliche Hilfecenter und nennen die dort dokumentierten Grenzen. Kein Anbieter hat für die Aufnahme in diesen Vergleich bezahlt.

Häufige Fragen zur PV Planungssoftware

Welche PV Planungssoftware ist kostenlos?

Kostenlos nutzbar sind SMA Sunny Design, SolarEdge Designer und OpenSolar. Sunny Design gibt es zusätzlich als PRO-Version für 600 € netto pro Jahr. PV*SOL premium kannst du 30 Tage testen, danach kostet die Mietlizenz 845 € pro Jahr zzgl. MwSt. (Stand 5. Oktober 2026).

Brauche ich eine Software mit 3D-Verschattungsanalyse?

Bei Dächern mit Gauben, Kaminen oder Nachbargebäuden ja, weil ein einzelnes verschattetes Modul den Ertrag des ganzen Strings drücken kann. Achte darauf, dass die Software auch die Umgebung abbildet, etwa Bäume und Nachbarhäuser.

Kann eine PV Planungssoftware die Netzanmeldung übernehmen?

Reine Planungstools bereiten Unterlagen wie den Übersichtsschaltplan vor, die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen sie nicht. Reonic und autarc bieten die Netzanmeldung als Service an. Bei 819 Verteilnetzbetreibern im Monitoring 2025 unterscheiden sich Formulare und Rückfragen stark (Bundesnetzagentur, 2026).

Was ändert das Solarspitzengesetz für die Planung?

Neuanlagen bis 25 kW ohne intelligentes Messsystem und Steuerungseinrichtung müssen ihre Einspeisung auf 60 % begrenzen. Mitte 2026 hatten erst 5,9 % aller Messlokationen ein intelligentes Messsystem (Bundesnetzagentur, 2026). Deine Software sollte Speicher und Einspeisebegrenzung deshalb gemeinsam simulieren.

Welche Software eignet sich für Freiflächenanlagen?

Für große Anlagen sind Simulationsprogramme stärker. PV*SOL premium rechnet 3D-Verschattung für bis zu 7.500 Module. PVsyst bietet stündliche und noch feiner aufgelöste Simulationen und kostet in der Professional-Version 700 CHF pro Jahr (PVsyst, 2026).

Fazit

Die beste PV Planungssoftware ist die, nach der du am wenigsten in andere Programme wechseln musst. Für präzise Ertragsprognosen bist du mit PV*SOL premium oder dem Hottgenroth PV-Planer gut bedient. Für reine Auslegung mit einem Wechselrichterhersteller reichen oft die kostenlosen Tools von SMA oder SolarEdge.

Führst du viele Privatkundenprojekte vom Erstkontakt bis zur Einspeisezusage, sparst du mit einem All-in-One-System wie Reonic oder autarc die meisten Übergaben. Teste vor der Entscheidung zwei Tools mit einem echten Kundenprojekt, statt nur die Funktionslisten zu vergleichen.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 5. Oktober 2026.

  • Bundesnetzagentur: Ausbau Erneuerbarer Energien 2025, Pressemitteilung vom 08.01.2026. https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260108_EEG.html
  • Bundesnetzagentur: Monitoringbericht Energie 2025, 26.01.2026. https://data.bundesnetzagentur.de/Bundesnetzagentur/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/MonitoringberichtEnergie2025.pdf
  • Bundesnetzagentur: Halbjährliche Erhebung im Messwesen, 21.09.2026. https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260921_Rollout.html
  • BSW-Solar: Faktenblatt Stromspeicher, Stand Januar 2026. https://www.solarwirtschaft.de/datawall/uploads/2025/10/BSW-Solar_Faktenblatt_Stromspeicher.pdf
  • pv magazine: Photovoltaik-Zubau auf Wohngebäuden zieht deutlich an, 14.07.2026. https://www.pv-magazine.de/2026/07/14/photovoltaik-zubau-auf-wohngebauden-zieht-deutlich-an-bsw-solar-nennt-sondereffekte-als-grund/
  • pv magazine: BSW-Solar veröffentlicht Merkblatt zum Solarspitzen-Gesetz, 18.02.2025. https://www.pv-magazine.de/2025/02/18/bsw-solar-veroeffentlicht-merkblatt-zum-solarspitzen-gesetz/
  • Schwäbische Zeitung (dpa): Viel weniger neue Solaranlagen auf deutschen Dächern, 27.01.2026. https://www.schwaebische.de/wirtschaft/viel-weniger-neue-solaranlagen-auf-deutschen-daechern-4303870
  • IW/KOFA: KOFA Kompakt 07/2026, Fachkräftesicherung im Handwerk. https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/KOFA_kompakt_und_Studien/2026/KOFA_Kompakt-07-2026-Handwerk.pdf
  • Bitkom: Presseinformation Handwerk und Digitalisierung, 28.08.2025. https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Handwerk-Azubis-Betriebe-Digitalisierung
  • Anbieterseiten: Valentin Software (PV*SOL premium), Hottgenroth (PV-Planer), SMA (Sunny Design), SolarEdge (Designer), OpenSolar, autarc, PVsyst, Reonic Hilfecenter (docs.reonic.com).

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